Unsere Geschichte

Über 180 jährige Tradition

Kerbmontag im Biergarten des Schwanen vom 10. August 1929 Hanauer Straße, ca. 1930

Der Beginn gastronomischer Tätigkeit im Anwesen Hanauer Straße 87 fällt in die Zeit, als in Alzenau unweit des »Schwanenwirtshauses« noch Weinbau betrieben wurde. Der »Ziegler und Mitnachbar« Sebastian Funk erscheint am 29. September 1837 bei der Gemeindeverwaltung Alzenau und beantragt, in seinem »neu erbauten Hause an der Hanauer-Frankfurter Straße« eine Straußwirtschaft betreiben zu dürfen. Durch »Tauschhandel« mit Peter Trageser hatte Funk dessen Brauereirecht (später »Steinbräu«) samt Branntweinbrennerei und gemeindlicher Schildwirtschaft erworben.

Sebastian Funk bekam die Genehmigung zum Betrieb der Straußwirtschaft in dem Haus mit der damaligen Nummer 168 (heute Hanauer Straße 87). Die Gemeinde bescheinigte ihm einen guten Leumund; er besitze »ein ausgezeichnet schönes Haus«, das für den Wirtschaftsbetrieb bestens geeignet sei. Es liege »an der frequentiertesten Straße, von Stein erbaut, 50 Schuh lang, 40 breit und 2 Stock hoch, hat im untern Stocke 4 geräumige Zimmer und 1 Küche, im oberen Stocke 5 Zimmer, dann 2 Keller …«
Mitte des vorigen Jahrhunderts gehörten zum Anwesen auch eine Kegelbahn und ein Kelterhaus. 1860 ging die Straußwirtschaft auf den Bäcker Johann Reisert über.
Seit 1867 ist das Gasthaus im Eigentum der Familie Sittinger. Es erfuhr in dieser Zeit vielfältige bauliche Erweiterungen und Modernisierungen. Dem Haus war immer eine Landwirtschaft angeschlossen.
Am 16. November 1868 meldete Johann Sittinger gemeindeamtlich an, dass er auch eine Branntweinbrennerei betreibe. 15 Jahre führte er bereits die Schankwirtschaft, als er am 23. Januar 1882 beantragte, ihm die »Gastwirtschaftsgerechtigkeit« zu erteilen. Seinerzeit musste hierfür jedoch ein örtliches Bedürfnis vorhanden sein, das von der Gemeindeverwaltung zunächst verneint wurde. Erst im Jahre 1901 war der Klage von Johann Sittinger Erfolg beschieden; auf Weisung der Königlichen Regierung von Unterfranken und Aschaffenburg, Kammer des Innern, erhielt er »im Namen seiner Majestät des Königs« die Rechte übertragen. Er betrieb das Wirtshaus mit seiner Ehefrau Gertraud, geborene Hock.
1903 ging das Gasthaus an den Sohn Karl Sittinger und seine Ehefrau Luise, geborene Reinhard, über. Das Sittingersche Wirtshaus galt stets als einer der Mittelpunkte im öffentlichen Leben von Alzenau. Zahlreiche Ortsvereine sind bis auf den heutigen Tag hier zu Hause.
Im Jahr 1919 war sogar ein eigener Wahlvorschlag mit dem Kennwort »Sittinger« bei den Gemeinderatswahlen erfolgreich. Die Wählergemeinschaft konnte zwei Ratsherren, darunter auch den Inhaber des Gasthauses, stellen.
In den dreißiger Jahren übernahm Ottmar Sittinger den Gaststättenbetrieb von seinem Vater. Nach dessen Tod im Jahre 1968 führte die Ehefrau Eva den Betrieb bis 1980. Nach einer gründlichen und umfassenden Renovierung übernahm noch im gleichen Jahr der Enkel Walter Sittinger die Gaststätte und setzte mit modernen Erkenntnissen die lange Familientradition fort.

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ÖFFNUNGSZEITEN

Täglich von 12:00 bis 15:00 Uhr und von 18:00 bis 23:00 Uhr
Mittwoch Ruhetag